Shiba Inu

Der Freund

Der Shiba Inu ist eine uralte japanische Hunderasse. Shiba soll auf Japanisch soviel wie klein bedeuten. Tatsächlich ist er die kleinste der sechs japanischen Hunderassen. Er hat die Ausstrahlung eines kleinen, wolfsähnlichen Hundes. Wie alle japanischen Hunderassen steht der Shiba dem Stammvater Wolf genetisch besonders nahe. Manchmal erinnert er an einen Fuchs, besonders dann, wenn es sich um einen plüschigen Shiba im rötlichen Farbton handelt. Der Shiba hat kleine Stehohren. Die Rute trägt er meist hochgerollt über dem Rücken. Er ist ein echter Naturbursche, der sich auch locker mal ein paar Tage auf eigenen Beinen in der Natur durchschlagen könnte. Der Shiba diente früher in den Bergdörfern als Hofhund. Auch für die Jagd auf kleineres Wild wurde er eingesetzt. Bis 1930 war er beinahe ausgestorben. Dann besann man sich dieses Schatzes. Seit 1937 ist der Shiba offiziell als nationales Naturdenkmal anerkannt. Der Shiba Inu hat ein selbstbewusstes, in sich ruhendes Wesen. Er ist alles andere als ein Hektiker und trotzdem sehr rege und aufgeweckt. Er beobachtet seine Umgebung scharfsinnig. Wenn man einen Hund mit archaischem Charakter und starker Ausstrahlung sucht, der zugleich als anspruchsvoller Begleithund taugt, ist man beim Shiba genau richtig. An Anfänger stellt er allerdings hohe Anforderungen. Denn er hat eine starke eigenständige Persönlichkeit an der sich Frauchen und Herrchen erst einmal messen müssen. Man sollte ihn sich entfalten lassen und sich an seinen Ecken und Kanten erfreuen. Auf Basis eines Vertrauensverhältnisses sollte man ihm zugleich konsequent Grenzen setzen. Eine solche natürliche Autorität muss man sich erarbeiten. Der Lohn ist eine fantastische, innige Freundschaft auf Augenhöhe. Der Shiba lässt sich dann gut führen. Im Allgemeinen ist er lebhaft, unternehmungslustig, anhänglich und führig. Er kann mutig und kühn sein. Dann kann er längere Zeit ruhig auf seinem Platz dösen. Der Shiba ist immer noch ein stückweit Jagdhund. Er kann sehr hoch springen. Er fängt mit erstaunlichem Geschick quasi im Vorbeigehen Mäuse oder Vögel. Man erlebt hautnah die scharfen, wölfischen Instinkte, die in ihm lebendig sind. Deshalb hat er auch keinen ausgeprägten "Will-to-please". Hundesport ist nicht sein Ding. Er will seine täglichen, ausgiebigen Spaziergänge. Entsprechend seiner archaischen Natur bellt der Shiba wenig. Er hat aber eine breite Palette an Lautäußerungen. Er ist ausgesprochen wachsam. Der Shiba ist gegenüber Fremden und Artgenossen reserviert. Seinen Menschen gegenüber ist er ein liebenswerter Freund.

Ein Shiba ist robust und pflegeleicht. Lediglich sein Fell braucht etwas Pflege. Die Unterwolle verliert er zweimal im Jahr. Will man nicht überall in der Wohnung, im Auto oder auf der Kleidung Haarbüschel haben, muss man ihn während dieser Zeit immer wieder gründlich bürsten. Glücklicherweise haben seine Haare keinen Widerhaken, so dass man sie leicht absaugen kann. Der Shiba Inu ist sehr reinlich. Ihm wird eine katzenähnliche Sauberkeit nachgesagt. Zudem riecht sein Fell kaum. Die Erziehung eines Shibas erfordert vor allem freundliche Konsequenz. Man muss seinen eigenwilligen Charakter mögen, ihn respektieren, so wie er ist. Das heißt nicht, dass man alles durchgehen lassen sollte. Ganz im Gegenteil, man muss es als Herausforderung annehmen, diesen Hund zu überzeugen. Er will das auch, aber er ist kein Typ, der sich gerne unterordnet, nur weil es Menschen so wollen. Der Schiba Inu eignet sich gut als Familienhund. Er kann sich in einer kleinen Wohnung wohlfühlen. Mit Kindern versteht er sich bestens. Andere Haustiere sind in der Regel kein Problem. Bei Hitze sollte man auf größere Herausforderungen verzichten. Der Shiba ist eine bisher kaum verzüchtete, urtümliche Hunderasse. Ein ohne Inzucht, seriös gezüchteter Shiba kann 12 bis 15 Jahre alt werden.

Wenn Sie einen Hund haben wollen, der

+ ein eigenwilliger Typ ist

+ Selbstbewusstsein und eigenen Willen zeigt

+ hellwache Sinne hat

+ ein guter Wächter ist

dann passt der Shiba Inu ganz hervorragend zu Ihnen.

Wenn Sie einen Hund haben wollen, der

+ sich ihnen bereitwillig unterordnet

+ mit einer Runde Gassi um den Block ausgelastet ist

+ der nur darauf wartet, ihre Wünsche zu erfüllen

+ Everybodys Darling ist

dann ist der Shiba Inu wahrscheinlich nicht der richtige Partner für Sie.

Christoph Jung

Erziehung

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Pflege

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Beschäftigung

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Bewegung

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Familie

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Anfänger

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