Spitz

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Der seltene Charaktertyp

Ursprung

Der Spitz ist eine uralte Hunderasse, die in Deutschland seit Jahrhunderten zusammen mit den Menschen lebt und arbeitet. Es gibt Spitze von Island bis Japan. Hier geht es um den Deutschen Spitz, den zumindest früher jedes Kind kannte, der heute aber recht selten geworden ist. Den Deutschen Spitz gibt es in 5 Varietäten nach Größe geordnet: Wolfsspitz, Großspitz, Mittelspitz, Kleinspitz sowie den Zwergspitz oder Pomeranian. Als Standard Spitz gilt der Mittelspitz. Spitze traf man früher überall an. Sie gehörten auf jedes Anwesen, bewachten Warenlager und Transportkarren. Im Süden traten anstelle der Spitze die Pinscher und Schnauzer. Man findet bereits bei den alten Römern und Griechen Abbildungen von Hunden, die eine erstaunliche Ähnlichkeit mit den Spitzen haben, wie wir sie heute kennen. Es sind ausgesprochen clevere, wachsame und standorttreue Hunde mit einer hohen Bindung an Haus und Heim. Im Mittelalter bis in die Neuzeit hinein war die Jagd das Vorrecht des Adels. Der duldete nicht, wenn die Hunde der einfachen Bauern ein Kaninchen rissen. Zugleich ist es für einen Wachhund immer besser, wenn er sich nicht zum Jagen los macht, vielmehr vor Ort bleibt und zuverlässig seiner Aufgabe nachgeht. So wurde der Jagdinstinkt bei den Spitzen über viele Generationen herausgezüchtet. Allerdings blieben sie auf ihrem Hof immer noch ein effektiver Vertilger von Mäusen und Ratten. Mit dem Ende der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, dem Aussterben der Pferdefuhrwerke und dem Verlust der alten Arbeitersiedlungen ging auch das klassische Arbeitsfeld der Spitze verloren. Sie wurden sogar in Deutschland selten. Glücklicherweise haben die Spitze ihren Charakter bewahren können - und ihre Vitalität. Spitze sind robuste, vitale und langlebige Hunde. Lediglich die ganz kleinen, oft Pomerianian genannten Zwergspitze können im Falle extremer Zucht auf Zwergenwuchs, Probleme haben. Ein Spitz ist ausgesprochen pflegeleicht und anspruchslos. Er will und kann sich den Gewohnheiten seiner Menschen anpassen. Gut erzogen ist er ein unauffälliger Begleiter bei Besuchen in einer Gaststätte, auf Reisen oder im Urlaub. Für Kindern ist er ein pfiffiger und verlässlicher Partner. Er ist spielfreudig und vor allem gutmütig. Für eine Einzelperson, ob jung oder alt, ein Paar oder eine Familie ist er ein idealer Begleiter.

Eigenschaften/Wesen

Der Spitz ist ein intelligenter, anhänglicher und treuer, verlässlicher Begleiter. Er ist agil, fordert Herrchen oder Frauchen aber nicht. Er passt sich den Wünschen und Lebensverhältnissen seiner Menschen problemlos an. Der Spitz kann auch in einer Etagenwohnung in der Großstadt gehalten werden. Der Spitz ist von seinem Wesen her ein stückweit noch der alte Wachhund. Will heißen, dass er in einer Großstadtwohnung zum einen gut erzogen, zum anderen nicht allzu lange alleine sein will. Auf dem Land ist das alles entspannter. Er ist ein unbestechlicher Wächter, treu, widerstandsfähig und ausdauernd. Er ist weder ängstlich noch aggressiv. Dabei zeigt er sich Fremden gegenüber erst einmal misstrauisch. Ein Spitz ist hoch intelligent, neugierig und temperamentvoll. Er ist sehr gelehrig und leicht zu erziehen. Spitze sind durchaus für Hundesport geeignet, können locker kleine Kunststückchen erlernen, aber sie fordern solche Beschäftigungen nicht penetrant ein. Sie brauchen aber die enge Bindung und regelmäßige Ausflüge in interessante Umgebungen. Spitze sind wetterunempfindlich und wollen bei jedem Wetter ihren täglichen Spaziergang. Wenn ein Spitz immer wieder gelangweilt ist, kann er zum Kläffer werden. Denn sie haben eine eher niedrige Reizschwelle. Emotional eh angespannt kommt beim kleinsten Anlass der Wachhund durch. Ansonsten verzichten unsere Freunde weitgehend auf das Anschlagen wenn und weil sie wissen, dass ihr geliebtes Herrchen oder Frauchen das nicht mag. Ein Spitz braucht keine kräftige Hand am anderen Ende der Leine. Denn er folgt willig und zeigt gegenüber anderen Hunden kein Dominanzgebaren oder gar Aggressivität. Seine Haltung ist von den äußeren Umständen her in jeder Hinsicht unproblematisch. Er liebt die Gemütlichkeit im eigenen Heim, ist aber kein Stubenhocker und will immer wieder etwas Neues erleben.

Besonderheiten

Der Spitz ist in seinem Stammland selten geworden. Am beliebtesten sind noch die kleinen Spitze. Der Mittelspitz ist heute fast schon eine Rarität. Daher wurde er 2003 von der "Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen" zu einer vom Aussterben bedrohten Haustierrasse erklärt. Der Mittelspitz wird als stark gefährdet, der Großspitz sogar als extrem gefährdet eingestuft. Das überrascht angesichts der hervorragenden Qualitäten der Spitze als Begleit- und Familienhunde in der heutigen Zeit. Spitze haben Charakter. Sie verkörpern ein Stück der besten Seiten unserer Kultur. Spitze sind äußerst gelehrige und leicht führbare Begleiter, die sich überall bestens einpassen. Zudem sind sie - vom Zwergspitz abgesehen - kaum durch Fehlentwicklungen der Hundezucht belastet. Es ist sind Hunde, die man in jeder Hinsicht ohne Vorbehalte empfehlen kann. Es lohnt sich für jeden Hundefreund, einmal einen Blick auf den Spitz zu werfen zumal es ihn in allen Größen gibt.

Fazit

Der Spitz ist etwas Besonderes. Er ist heute seltener als manche exotische Hunderasse. Doch es sind seine hervorragenden Qualitäten als interessanter und problemloser Begleiter und Familienhund, die ihn als besonderen Geheimtipp für Hundekenner auszeichnen.

Christoph Jung

Erziehung

*****

Pflege

**

Beschäftigung

**

Bewegung

**

Familie

*****

Anfänger

*****

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