Collie

Der treue Freund

Ursprung

Als "Lassie" brachte es der Collie zu Weltruhm. Über dreißig Jahre hinweg, von 1943 bis 1973, war ein Collie mit Namen "Lassie" zunächst im Kino und dann regelmäßig im TV zu sehen. Wenn auch mit etwas Hollywood Kitsch versehen, war der Kern dieser Hundegeschichten echt: Der Collie als lebendiges Symbol für den besten Freund des Menschen. Lassie war intelligent, treu, zuverlässig und immer hilfsbereit. Besonders Kindern war Lassie ein umsorgender Freund. Und so sind Collies tatsächlich. Collies waren früher die Schäferhunde in den rauen und unübersichtlichen schottischen Highlands. Dort bildeten sie über Jahrhunderte hinweg mit der Arbeit ihre besonderen Fähigkeiten heraus. In seinem Buch über Hunde lobt der Amerikaner H.D. Richardson bereits 1851 die Leistungsfähigkeit der schottischen Schäferhunde, "Colley" genannt. Er beschreibt sie als außergewöhnlich intelligent und berichtet sogar mit Beispielen von der Fähigkeit der Collies, komplexe sprachliche Anweisungen der Schäfer zu vertehen und selbständig und korrekt auszuführen. Heute arbeiten die meisten Collies nicht mehr als Schäferhund. Ihre Fähigkeiten aber sind geblieben, ihr berühmter Charakter auch. Leider neigt die Rassehundezucht mit ihrem Ausstellungswesen dazu, diese tollen Hunde einseitig nach dem Äußeren zu bewerten. Die Qualitäten eines Collies liegen aber nicht in einem besonders langen, plüschigen Fell, einer besonders zarten, langen Schnauze oder gar per Gendefekt erzeugten Fellfarben wie Merle. Den Collie gibt es seit jeher in zwei Varianten, den Langhaar- und den Kurzhaarcollie. Letzteren sieht man bei uns heute eher selten. Ob mit langem oder kurzem Haar: Der Collie ist ein wunderbarer Begleiter und Partner für die ganze Familie.

Eigenschaften/Wesen

Der Collie ist ein besonders auf den Menschen orientierter Hund. Er ist gelehrig und will Herrchen und Frauchen gefallen. So lässt er sich mit etwas Hundeverstand sehr gut erzielen. Auf Basis einer respekt- und vertrauensvollen Beziehung kann eine sehr innige Bindung erwachsen, die von einem tiefen gegenseitigem Verständnis und Vertrauen geprägt ist. Nun kann man ihn auch für diverse Arbeitsaufgaben etwa als Assistenzhund oder im Hundesport ausbilden, wenn man möchte. Der Collie ist kein Arbeitsjunkie, den man ständig unter Feuer halten müsste. Er passt sich flexibel den Lebensgewohnheiten seiner Familie an. Man kann ihn sogar in einer Etagenwohnung halten, wenn man sich nur fürsorglich um ihn kümmert. Natürlich liebt und braucht er seine täglichen und ausführlichen Runden, am besten in der Natur. Weil sich sein Jagdtrieb in Grenzen hält, kann man mit ihm sehr entspannt die Landschaft genießen. Er ist ein hervorragender Begleiter auch für ausgedehnte Wanderungen wie er sich ebenso in einer Gaststätte oder einem Hotel zu benehmen weiß. Er ist ein hervorragender Familienhund und fürsorglicher Partner der Kinder. Im Ernstfall kann er auch andere Seiten zeigen und verteidigt seine Familie engagiert. Nur sollte man darauf achten, dass man keinen allzu sehr auf die Vorstellungen des Ausstellungswesens optimierten Hund erhält. Ein allzu plüschiges, langes, feines Fell kann nicht nur den Blick auf seine eigentlichen Qualitäten, sein Wesen, verstellen. Es ist eine ständige Hürde für ein artgerechtes Leben dieses Hundes. Beispielsweise kann man dann kaum bei Regen in der Natur spazieren gehen, da sich Trocknung und Reinigung des Fells recht aufwändig und langwierig gestalten. Ein gesund und ohne Übertreibungen gezüchteter Collie ist ausgesprochen genügsam und pflegeleicht.

Besonderheiten

Der Collie ist von seiner Herkunft her ein hoch leistungsfähiger Schäferhund. Er ist robust und langlebig. Mit Lassie wurde er berühmt, seine Intelligenz und Treue legendär. Er wurde das Symbol des treuen Hundes. Mit Recht. Doch mit dieser Berühmtheit wurde er über viele Jahre zu einem Modehund, der dann auf Ausstellungen nach Schönheit - was auch immer man darunter verstand und versteht - gezüchtet wurde. So haben sich in der Population etliche Erbkrankheiten verbreiten können, die etwa die Augen oder die Blut-Hirnschranke (MDR1) betreffen. Hier sollte man sich kundig machen. Auch sollte man auf Fellfarben wie Merle, die auf einem Defektgen beruhen, das auch Taubheit und Blindheit erzeugen kann, verzichten. Ansonsten ist der Collie eine robuste und gesunde Hunderasse. Der Langhaarcollie sollte regelmäßig gebürstet werden. Der Kurzhaarcollie ist absolut pflegleicht.

Fazit

Der Collie ist geradezu das Symbol eines treuen Freundes, unseres besten Freundes. Er ist ein herrlicher Partner und Begleiter und ein idealer Familienhund.

Christoph Jung

Erziehung

*****

Pflege

***

Beschäftigung

**

Bewegung

***

Familie

*****

Anfänger

***

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