Chihuahua

Kleiner Hund ganz groß

Ursprung

Der Chihuahua gilt als die kleinste Hunderasse überhaupt. In seiner Heimat Mexiko wird er Chihuahueño oder kurz Chi genannt. Es ranken sich viele Legenden um diese kleinen Hunde aus der gleichnamigen Provinz ganz im Norden Mexikos an der Grenze zu den USA gelegen. Eine Abstammung von Hunden, die die Azteken-Priester begleiteten, oder von einem amerikanischen Wildhund konnte bisher nicht bewiesen werden. Allerdings ist belegt, dass es in Mittel- und Südamerika, lange vor der Eroberung durch Spanier und Portugiesen etliche kleine Hunderassen gab. Doch könnte es auch sein, dass der Chihuahua ursprünglich als Begleiter adeliger Damen spanischer Konquistadoren ins Land kam. Nach der Unabhängigkeitserklärung Mexikos 1810 überlebten diese Hunde dann bei den Bauern der Provinz Chihuahua. Von dort kamen immer wieder einzelne Hunde in die USA, wo sie "Arizona-Hund" genannt wurden. Erst seit den letzten 50 Jahren wird der Chihuahua gezielt gezüchtet. Man darf gespannt sein, wie dieses Geheimnis gelüftet wird. Doch hat das für seine praktische Rolle heute keine wirkliche Bedeutung. Auch wenn ein Chi kleiner ist als die meisten Katzen: Der Chihuahua ist ein ganzer Hund. Als solcher will er wahrgenommen werden. Und man sollte ihn auch so behandeln. Man muss einen Chi erziehen und führen wie einen Großen. Ansonsten kann er sich gerne einmal als kleiner Imperator dünken und entsprechend verhalten. Mit etwas ernsthafter Führungsarbeit ist der Chihuahua jedoch ein toller Begleiter, der auch ohne Leine willig folgt und sich gerne den Wünschen seines Herrchens oder Frauchens anpasst. Die Beliebtheit des Chihuahuas ist von Jahr zu Jahr gewachsen, was angesichts seiner optimalen Tauglichkeit für das Leben in einer Großstadt und als Begleiter selbst auf Reisen nicht verwundert.

Eigenschaften/Wesen

Der größte Fehler ist, einen Chihuahua als Hund zu unterschätzen. Der Chihuahua ist ein vollwertiger Hund, der auch als solcher behandelt werden will. Da er so putzig erscheint, wird bei seiner Erziehung gerne ein Auge zugedrückt. Man sollte aber bereits beim kleinen Chi-Welpen mit einer konsequenten Erziehung beginnen. Chihuahuas sind selbstbewusste und temperamentvolle Hunde. Sie prägen starke Charaktere aus. Ohne klare Ansage können manche recht eigensinnig und etwa zum Kläffer werden. Der kleine Hund verlangt geradezu nach einem starken Frauchen und Herrchen, das ihn mit Liebe, Gerechtigkeit und Konsequenz führt. Dann binden sich Chihuahuas gerne eng an ihre Menschen und lesen ihnen die Wünsche von der Lippe ab. Sie verteidigen ihre Familie mutig. Chis sind intelligent und wissen, was sie wollen. Sie sind sehr anhänglich. Sie haben ein gutmütiges Wesen und sind als Familienhund wie als Begleiter auch für ältere oder einsame Menschen bestens geeignet. Bei Chi-Welpen und besonders kleinen Exemplaren sollte man darauf achten, dass Kinder sie mit Vorsicht behandeln, denn sie können leicht verletzbar sein. Ein gut erzogener Chihuahua kann auch mal ein paar Stunden alleine zu Hause oder im Hotel bleiben. Aber meist kann man sie ja mitnehmen. Der Chihuahua ist kein ausgemachter Couch-Potatoe. Er will durchaus seine täglichen Spaziergänge, die freilich nicht allzu lang sein müssen.

Besonderheiten

Der Chihuahua ist ein idealer Begleithund für die heutige Zeit. Durch seine geringe Größe ist er zudem äußerst praktisch. Man kann ihn überall problemlos mitnehmen. Selbst im Flieger kann er - je nach Fluggesellschaft - auf dem Schoß mitreisen. Glitzernde Pullöverchen oder die Handtasche als Taxi nimmt er gerne mit. Er freut sich über die Aufmerksamkeit und Zuneigung, die damit verbunden sein kann. Doch ist er erstaunlich flink auf seinen 4 Pfötchen und liebt die Bewegung in der Natur. Er fühlt sich im Leben unter uns Menschen wohl und dazu braucht er nicht viel außer der emotionalen Bindung zu Herrchen oder Frauchen. Sein Problem sind aber gleichwohl wir Menschen und zwar hinsichtlich des Körpers, den wir ihm per Extremzucht zuweilen zumuten. Einen Apfelkopf mit großen, glubischigen Augen suchen wir bei ursprünglichem, gesunden Chihuahuas vergeblich. Das Hauptproblem ist seine Verzwergung, die man im Extremfall als Qualzucht bezeichnen muss - so süß die armen Hündchen auch aussehen mögen. Ob Mini- oder Teacup-Chi, Hunde sollten ausgewachsen mindestens zwei Kilogramm wiegen, um von der Zucht her gesund sein zu können. Auch Farben wie Merle, die seit kurzem angeboten werden, sind der Gesundheit nicht förderlich. Von diesen Einschränkungen abgesehen, ist der Chihuahua ein erstaunlich robuster und vitaler Hund. Gesund gezüchtete Chihuahua können leicht ein Lebensalter von 15 und mehr Jahren erreichen und zählen wahrscheinlich zu den langlebigsten Hunderassen überhaupt. Es gibt ihn kurz- und langhaarig. Sein Fell muss aber weder getrimmt noch geschoren werden und bedarf keiner besonderen Pflege, auch nicht bei der Langhaar-Varietät. Der Chihuahua ist ein pflegeleichter Hund. Er kann praktisch überall problemlos gehalten und mitgenommen werden, auf dem Land wie auch in der kleinsten Etagenwohnung. Er braucht nicht viel Platz und hat starke Nerven. Das macht ihn zu einem idealen Begleiter selbst in unseren Ballungsgebieten.

Fazit

Der Chihuahua ist die kleinste Hunderasse der Welt, aber er ist ein vollwertiger Hund. Er will so behandelt werden und er gibt uns auch das ganze Wohlfühlprogramm, dass uns Menschen mit Hunden so tief verbindet. Dazu ist er noch äußerst praktisch und pflegeleicht.

Christoph Jung

Erziehung

***

Pflege

*

Beschäftigung

**

Bewegung

**

Familie

****

Anfänger

*****

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