Airdale Terrier

© PROMA/Fotolia.com

Der königliche Terrier

Ursprung

Der Airdale Terrier ist ein ganz besonderer Terrier. Mit einer Widerristhöhe um die 60 Zentimeter ist er der einzige große Terrier. Zudem war er der einzige britische Hund, der je in der kaiserlich-deutschen Armee dienen durfte. Das war zu Zeiten von Kaiser Wilhelm II., zu einer Zeit als der Nationalismus zwischen Deutschland und Großbritannien blühte. Ein britischer Terrier im Dienste seiner Majestät musste schon besondere Qualitäten haben. Das war um 1900. Zuvor bewährte sich der Airdale Terrier in seiner alten Heimat, der Grafschaft Yorkshire im Norden Englands. Sein Name setzt sich aus dem dortigen Fluss Aire und "Dale" für Tal zusammen. Dort galt er als vielseitiger Jagdhund mit der Otterjagd als Spezialität. Wegen seiner Intelligenz und seines Mutes wurde er in manchen Gegenden sogar zusammen mit wesentlich schwereren Molossern für die Sauhatz verwendet. Vor gut hundert Jahren zählte der Airedale Terrier dann zu den ersten Diensthunden überhaupt, die für Rotes Kreuz, Polizei, Zoll oder das Militär in aller Welt professionell arbeiteten. Wegen seines souveränen Temperaments und seiner hohen Leistungsfähigkeit und -bereitschaft genoss er allseits ein hohes Ansehen. Der Airdale Terrier ist intelligent, arbeitsam und mutig, jedoch niemals aggressiv. Aufgrund seiner Größe und Qualitäten nennt man ihn auch den "König der Terrier". Zugleich ist er einer der ersten Hunde der modernen Rassehundezucht. Bereits 1860 wurde er auf Hundeausstellungen gezeigt, schon 1879 sein erster Standard veröffentlicht. Auch wenn der Airdale Terrier heute meist als Begleithund gehalten wird, so kann er immer noch in die Rolle eines leistungsfähigen Diensthund schlüpfen. Offizielle Arbeitsprüfungen werden von ihm erfolgreich absolviert.

Eigenschaften/Wesen

Der Airedale Terrier ist besonders in seiner Jugend ein außerordentlich temperamentvoller Hund, der zu keinem Abenteuer nein sagt. Er ist lebendig, aufgeweckt, kernig. Er ist stets wachsam, nicht aggressiv, aber furchtlos und im Ernstfall auch kampfbereit. Airedale Terrier sind ausgesprochen kooperativ und gelehrig. Es ist eine große Freude mit ihnen zu arbeiten. Airedale Terrier sind offen und vertrauensvoll, freundlich, couragiert und intelligent. Sie sind ihren Menschen treu zugewandt und eignen sich bestens als Familienhund, wenn man ihre starke Persönlichkeit nicht nur respektiert, vielmehr zu schätzen und zu handeln weiß. Seine Tauglichkeit als Familienhund setzt allerdings ebenso voraus, dass der Airedale Terrier wesensgerechte Beschäftigung, besser Herausforderungen hat. Einfach nur Spazierengehen reicht ihm, besonders als jungen Hund, nicht. Der Airedale Terrier ist noch heute eine der wenigen anerkannten Diensthunderassen. Als einziger Terrier zählt er zu den Schutzhunderassen. Die Kehrseite dieser hervorgehobenen Stellung ist die Verpflichtung der Halter, ihn auch mit anspruchsvollen Aufgaben, etwa im Hundesport, zu betrauen. Für einen Airedale Terrier gibt es nichts Schlimmeres als Langeweile. Sie brauchen Herausforderungen körperlicher wie mentaler Art, ohne jedoch nervös zu sein. Der Airdale Terrier macht es seinen Menschen aber nicht schwer. Er hat ein sehr ausgeglichenes, in sich ruhendes Gemüt, das kleine Fehler verzeiht und ihn auch von Menschen mit (noch) wenig Hundeerfahrung aber Engagement und Einfühlungsvermögen gut führen lässt. In der Zucht werden Arbeitsprüfungen für Airedale Terrier immer noch erfolgreich absolviert, sind jedoch nicht mehr verpflichtend.

Besonderheiten

Der Airedale Terrier hat eine sehr robuste Natur. Allerdings verträgt er Hitze nicht sonderlich gut. Darauf muss man Rücksicht nehmen. Ansonsten ist seine Haltung völlig problemlos. Einigermaßen gut erzogen lässt er sich überall mitnehmen und benimmt sich vorbildlich. Airedale Terrier müssen regelmäßig gebürstet und 3 bis 4-mal im Jahr getrimmt werden. An die Größe der Wohnung stellen sie keine besonderen Ansprüche. Die meisten Airedale Terrier verfügen über eine robuste Gesundheit. Zuchttiere werden in den Zuchten des VDH vor ihrem Einsatz auf Veranlagung für die in seiner Population besonders häufig vorkommenden Erbkrankheiten untersucht und das Ergebnis offen dokumentiert. Die Ernährung des Airedale Terriers ist in der Regel unproblematisch. Allerdings neigen auf Äußerlichkeiten im Ausstellungswesen orientiere Linien gerne zu Allergien, was eine diätische Ernährung erforderlich machen kann.

Fazit

Der Airedale Terrier macht es seinen Menschen leicht, die Partnerschaft zwischen Mensch und Hund ganz praktisch zu erleben. Er lässt sich sehr gut erziehen und darüber hinaus ausbilden. Ideal ist eine sportliche Familie, jedoch keine Hochleistungssportler.

Christoph Jung

Erziehung

*****

Pflege

***

Beschäftigung

***

Bewegung

***

Familie

****

Anfänger

****

Copyright by HUNDEWELT